Hallo Welt – wie die Jungfrau zum Kind kam

Hand in Hand ein Leben lang

Heute genau 7 Monate später kann ich es immer noch nicht fassen, du bist unser Kind, du gehörst zu uns und bist aus uns entstanden und bleibst für immer. Als ich erfahren habe das ich schwanger war, war mein erster Satz: „Oh Gott… mein Leben ist vorbei!“.  Eigentlich wollte ich nie eine „alte“ Mutter sein, aber ich war auch nie bereit dazu mein Leben für ein Kind „aufzugeben“. Also entschied dann wohl eine höhere Macht. Zwar zum unpassensten Zeitpunkt den man sich vorstellen kann, aber ich habe mir sagen lassen…

„Es passt nie“ 😀

Ben (mein Freund) und ich standen kurz vor einer Weltreise, ich war gerade vogelfrei, Job gekündigt und bereit die Welt zu entdecken, Ben bekam von seinem Arbeitgeber einige Monate unbezahlten Urlaub. Genügend Geld angesammelt um ein paar Länder der Welt zu entdecken. Aber nun kam eine andere Weltreise auf uns zu, auf die man sich wohl nicht so gut einstellen kann. Ganz kurz hatte ich mit mir gehadert… aber wenn man das erste Ultraschall Bild zu Gesicht bekommt, dann ist alles vorbei. Das auf einmal Leben in einem wächst, das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Vor allem in unserer heutigen, von Technik und Medien geprägten Zeit! Die Natur funktioniert zum Glück noch all zu gut. Also ja… werden wir wohl Eltern!!! Den Rucksack auspacken, Umstandskleider kaufen und was man eben sonst noch so braucht. Oh maaaaaan… das klingt echt schräg. Aus unserer Weltreise wurde dann „nur“ ein ziemlich gut geplanter 5-Wochen Urlaub…

Aber die Weltreise kam ja auch erst! 😉

Also genossen wir die Zeit bis dato X. Waren viel unterwegs und kümmerten uns um eine größere Wohnung. Natürlich kam alles anders als geplant, der Entbindungstermin war der 16.04.2016 und nur 1 Woche vorher brachten wir die Möbel in die neue Wohnung. Wir konnten die Möbel aber nur dort abstellen, denn die Seitenleisten der Fussböden waren noch nicht fertig. Also lebten wir halbherzig in 2 Wohnungen mit dem Gedanken im Nacken das du jeder Zeit kommen könntest. Aber ich gehe stark davon aus das du gemerkt hast das alle äußerlichen Umstände noch nicht zusammen passen und du dich noch etwas gedulden musst. Letztendlich war ich am 23.04.2017 zur geburtsvorbereitenden Akkupunktur in Quedlinburg und fragte bei der Hebamme nach, was denn passieren müsste, denn bis jetzt hatte ich nicht das Gefühl das ich bereit wäre für diesen Schritt. Sie meinte ich müsste meinen Kopf frei machen… hahaha, leichter gesagt als getan. An den Bauch hatte ich mich mittlerweile gewöhnt, aber auf den nächsten Schritt war ich mit Sicherheit noch nicht vorbereitet! Schließlich musste ich noch eine Badezimmerlampe kaufen (die nur diesen Samstag im Angebot war), wollte in der Neune Wohnung ein Bad nehmen und einen Rotwein trinken, damit es losgehen kann.

Natürlich kam auch das der nächste Schritt völlig unerwartet. Hallo Welt – das Baby kommt. Mit einer Woche Verspätung und dem Satz ich müsste mich im Kopf frei machen, befand ich mich im Kreißsaal. Alles schlimmer als man es sich in seinen wildesten Phantasien ausmalt. Würde ich zumindest im Nachhinein behaupten, vergessen werde ich allerdings nichts, aber ich bin bereit für ein weiteres Kind! Und das hat schon viel zu behaupten!!! 😉

Jetzt sind wir eine glückliche Familie und ich würde behaupten, wenn das Schicksal mir keinen Streich gespielt hätte, dann würde ich jetzt „verloren“ in Hamburg oder Berlin sitzen und wäre so ziemlich allein, aber das ist wiederum eine ganz andre Geschichte. Mehr dazu im nächsten Beitrag…

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