Das Thema mit den Brüsten – Stillen

Mama mit Baby

Ich muss ganz ehrlich sagen, bevor ich ein Baby bekommen habe, habe ich mir über das Thema Stillen noch nie Gedanken gemacht. Selbst im Nachhinein, finde ich es immer noch total crazy das ich ein Baby ernähren kann. Mit meinen Brüsten, die bis dahin eher eine sexuelle Wirkung und „Aufgabe“ für mich hatten! 😀 Meine Hebamme riet mir ein paar Wochen vorher mir ein Gläschen-Set und Säuglingsnahrung zu organisieren, zu dem Zeitpunkt dachte ich noch: „Wiesooo?“. Ich dachte die Natur hatte es schon so vorgesehen und dann klappt das auch irgendwie so. Schließlich waren meine Brüste während der Schwangerschaft schon auf das doppelte angewachsen und es roch immer süßlich in meinem T-Shirt.

Das Baby kam – ran an die Milch

Allerdings kam natürlich alles ganz anders. Im Nachhinein bin ich auch schlauer, unser Baby hat im Krankenhaus teilweise 8 Stunden geschlafen, das geht natürlich nicht. Ich hätte mein Mäuschen am besten alle 2-3 Stunden anlegen müssen, aber das hat mir leider niemand verraten. Ich gehe davon aus, dass wenn man über 25 Jahre alt ist, solch ein Wissen voraus gesetzt wird. Auf jeden Fall ließ ich unser kleines Mäuschen ausschlafen und stillte es immer wenn es sich bemerkbar machte. Das war dann ein sehr unausgeglichener Rhythmus. So das sie in der ersten Nacht Fieber bekam und die Schwestern ihr angerührte Milch brachten. Ein sehr seltsames Gefühl. Aber wie gesagt leider hatte ich mich zuvor mit diesem Thema so gar nicht auseinander gesetzt.

Endlich zuhause Stillen

Dann konnten wir nach 2 Tagen endlich nach Hause. Ich dachte das uns die Ruhe und die gewohnte Umgebung schon in Einklang bringen werden. Leider hat das die Milchproduktion nicht so schnell erhöht wie gewünscht. Also riet mir meine Hebamme zusätzlich mit einer elektrischen Milchpumpe die Produktion anzuregen, aber selbst das war nicht von sonderlichem Erfolg gekrönt, 10 ml in der Flasche war schon ein Hit. Im Nachhinein weiß ich es auch besser, die Menge die man abpumpt hat nichts mit deiner eigentlichen Milchmenge zu tun. Denn Babys lösen den Milchspendereflex ganz anders aus als eine Milchpumpe. Trotzdessen hieß es ran an die Pumpe, anlegen, stillen und noch nach pumpen. Oh man, so hatte ich mir das nicht vorgestellt, aber Dank meines wundervollen Freundes, der nebenbei auch noch meine Brüste massierte klappte das alles immer besser. Dazu nahm ich auch noch Piùlatte plus, ob wohl ich sonst nichts von Nahrungsergänzungsmitteln halte, Bochshornkleekapsel, rein biologisch und meine Eltern kochten mir Hühnersuppe mit Reis, das Kraft gibt.

Alles lief wunderbar

Also pendelte sich alles so langsam ein, wir mussten nicht mehr zufüttern. Was bedeutet das wir nachts nicht mehr aufstehen mussten um Milchpulver anzurühren und dann auf die richtige Temperatur zu bringen. Wir konnten problemlos überall hin ohne viel Vorbereitung, denn die Milch war immer dabei und wohl temperiert. So langsam segelten sich auch die Stillzeiten ein und meine Hebamme war äußerst stolz auf mich das ich bei dir Stange blieb um mein Baby voll zu stillen.

Entgegen meiner anfänglichen Aussage (während der Schwangerschaft), das ich maximal 6 Monate stillen werde, waren es dann 16 Monate. Und hätte sich mein Mäuschen nicht selbst abgestillt, dann würde ich es wahrscheinlich heute noch tun. Natürlich genieße ich meine wiedergewonnenene Freiheit. Aber das Gefühl deinem Baby so nah zu sein um ihm das Beste zu geben und eine so enge Bindung einzugehen ist etwas ganz Besonderes!

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