Wie wir auf den Hund kamen!

Hund im Schnee

Nachdem meine große Schwester und ich unsere Eltern jahrelang angebettelt hatten, dass wir einen Hund bekommen, war es dann nach 2 Hamstern, einem kleinen rundem Aquarium mit 15 Fischen (es waren Guppies) zu meiner Einschulung und einem Meerschweinchen, namens Amadeus (was 9 Jahre alt geworden ist und nach einer Bronchitis zu meinem 18 Geburtstag eingeschläfert werden musste) soweit. Im Jahr 2000, ich im besten Tennie-Alter suchten meine Eltern und ich uns einen Hund aus. Wie das klingt einen Hund aussuchen, wie aus dem Schaufenster, aber so war es nicht. Im Nachbardorf in einem Nebengelass, saßen die süßesten hellen Labradorwelpen die man sich vorstellen kann. Mein Papa und ich waren uns sofort einig. Dabei wussten wir nicht mal welche überhaupt noch „zu haben“ waren. Zum Glück war UNSER Hund dann auch unser Hund. Am 01.11.2000 geboren durften wir ihn 10 Wochen später zu uns nach Hause nehmen. Bis dahin waren wir in regelmäßig besuchen und machten uns Gedanken über den Namen, ich kann mich an nicht viele Vorschläge erinnern, ich weiß nur das meine Eltern sich schon irgendwie für Vincent entschieden hatten. OMG… ging gar nicht. Glücklicherweise hatte ich den Namen, der haargenau auf unseren Familienzuwachs passte Gino Vincentini! We love.

Unser Hund – Gino Vincentini! We love.

Am 10. Januar 2001, ein Tag vor Abholung konnten wir es nicht mehr abwarten und holten ihn sofort ab… jippiii yeahhh, endlich waren wir eine große Familie. Es war Januar und wir hatten gerade Winterferien, so dass wir Gino das Toilettieren außerhalb des Hauses beibringen konnten. Das größte Lob gilt meiner Mama, die ein paar Wochen lang auch 2 mal in der Nacht Gassi ging. Aber Gino war schlau und verstand die Sache schnell. Wenn wir außer Haus waren musste Gino in den Zwinger und auch an sih sollte es ein draußen Hund werden. Aber wenn man sich so liebt, dann möchte man auch Tag und Nacht zusammen verbringen. Das hatte wohl jemand erhört. Denn unsere Nachbaren (die Im Schichtsystem arbeiteten) beschwerten sich eines Tages. Das Gino tagsüber bellen würde, man möchte sich wundern, es gibt Hunde die bellen und ja, es gibt auch Bellzeiten, bei der Polizei zu erfragen. Die meisten Hunde halten sich auch daran, nur unser Gino natürlich nicht! xD Also kam es so das Gino die ganze Zeit bei uns im Haus sein durfte. Nur in der unteren Etage und auch nicht auf der Couch oder im Bett. Damit konnte ich noch halbwegs leben.

So verbrachten Gino und ich viele Jahre zusammen, wir waren wie Geschwister und beste Kumpels. Bei Wind und Wetter waren wir draußen, ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Am liebsten im Wald oder am See. Wir verstanden uns blind. In seiner rüpelhaften Teenie-Phase lief ich ihm zwar öfter hinterher als er mir, aber das war okay, schließlich waren wir antiautoritär :-D.

Gino brachte mich immer wieder dazu den Weg nach Hause zu finden, obwohl ich immer in die weite Welt hinaus wollte, war es doch sein Hundeleben (was bedeutend kürzer ist als unsere Menschenleben) das mich jedes mal dazu brachte in der heimatlichen Nähe zu verweilen. Schließlich wartete er auf mich, vor der Tür und merklich spürend wenn ich mit meinem Auto nur noch 1 km entfernt war.

16 Jahr’… blondes Haar

Gino war immer ein vollwertiges Familienmitglied, ein Hund wie man ihn sich besser nicht wünschen kann. Es gibt unzählige Geschichten die ich hier nieder schreiben könnte, wie ich ihn weinend nach Hause getragen hatte, weil er vom Fahrrad angefahren wurde oder wie er eine schwarze Nase hat, weil er die Schnauze in ein Auspuffrohr steckte oder wie er in der Bode schwimmen lernte, obwohl er lieber den Boden unter den Füßen behielt.

In Gedenken an meinen wundervollen Hund Gino! Danke das du bei uns warst!!!!

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